Flat Design ist die Gegenbewegung zum Skeuomorphismus: Flächen, klare Farben, einfache Formen, keine Schatten, Verläufe oder Materialimitationen. Der Stil setzte sich ab 2012 durch (Windows 8, dann iOS 7) und ist bis heute die Grundlage der meisten Websites und Apps — meist in einer abgemilderten Form, die dezente Schatten und Tiefe wieder zulässt, damit man erkennt, was anklickbar ist.

Genau das war die Schwäche des reinen Flat Design: Wenn ein Button nur ein farbiges Rechteck ist und ein Textkasten auch, wissen Nutzer nicht mehr, worauf sie klicken können. Gutes Flat Design löst das über Farbe, Position und Konsistenz — Buttons sehen immer gleich aus, Links immer gleich. Der praktische Vorteil für Websites ist unbestritten: Flache Elemente sind leicht, laden schnell, skalieren ohne Qualitätsverlust auf jede Bildschirmgröße und lassen sich in Code statt in Bildern umsetzen.