Ein Framework ist ein vorgefertigtes Gerüst aus Code, das die Grundstruktur einer Anwendung vorgibt, damit Entwickler nicht bei jedem Projekt dieselben Grundlagen neu schreiben: Routing, Datenbankzugriff, Formularverarbeitung, Sicherheitsmechanismen. Beispiele sind Laravel oder Symfony (PHP), Django (Python), Next.js oder Nuxt (JavaScript). Ein Framework bestimmt, wie eine Anwendung aufgebaut ist; der Entwickler füllt die vorgesehenen Stellen.

Zwei Abgrenzungen, die oft durcheinandergehen: Eine *Bibliothek* (etwa React oder eine Datumsfunktion) ist ein Werkzeug, das man aufruft, wenn man es braucht — der eigene Code behält die Kontrolle. Ein Framework dreht das um: Es ruft den eigenen Code auf. Und ein *CMS* ist eine fertige Anwendung mit Redaktionsoberfläche, oft selbst auf einem Framework gebaut. Für eine Website mit Redakteuren braucht man ein CMS; für eine individuelle Anwendung — ein Kundenportal, einen Konfigurator, ein internes Werkzeug — ein Framework. Beides zu vermischen („wir bauen das CMS selbst auf einem Framework“) ist nur in Ausnahmefällen sinnvoll.