Ein Farbkonzept legt fest, welche Farben eine Website verwendet und wofür: meist eine Hauptfarbe für Marke und wichtige Aktionen, eine oder zwei Akzentfarben, eine Grauskala für Text und Flächen sowie Signalfarben für Erfolg, Warnung und Fehler. Die Werte werden exakt definiert (Hex-, RGB- oder HSL-Werte), damit „unser Blau“ auf jeder Seite dasselbe Blau ist.

Das Wichtigste an einem Farbkonzept ist nicht die Auswahl, sondern die Beschränkung. Fünf Farben, konsequent eingesetzt, wirken souveräner als fünfzehn. Und jede Kombination aus Text- und Hintergrundfarbe muss genug Kontrast haben, um lesbar zu sein — das ist kein Geschmack, sondern messbar (siehe Kontrastverhältnis) und seit dem Barrierefreiheitsstärkungsgesetz für viele Unternehmen auch Pflicht. Hellgrauer Text auf weißem Grund mag elegant aussehen; er ist für einen erheblichen Teil der Besucher schlicht nicht lesbar.