Glassmorphismus bezeichnet halbtransparente, weichgezeichnete Flächen, die wie Milchglas über dem Hintergrund liegen — bekannt aus macOS und Windows 11, wo Menüs und Fenster den Inhalt dahinter verschwommen durchscheinen lassen. Im Web wird der Effekt mit CSS (backdrop-filter) umgesetzt und gern für Karten, Navigationsleisten und Hero-Bereiche über Fotos eingesetzt.

Als sparsam eingesetzter Akzent kann das gut aussehen. Als Grundprinzip einer Website bringt es dieselben Probleme wie jeder Trend, der Optik über Lesbarkeit stellt: Text auf halbtransparentem Grund hat je nach dahinterliegendem Bild mal genug Kontrast und mal keinen, der Weichzeichner kostet auf schwächeren Geräten spürbar Leistung, und in zwei Jahren sieht es aus wie 2022. Ein Effekt für die Startseite eines Design-Studios, nicht für das Kundenportal eines Steuerberaters.