Full-Stack-Entwicklung bezeichnet die Fähigkeit, sowohl Frontend als auch Backend einer Anwendung zu bauen — den gesamten „Stapel“ an Technologien vom Datenbankdesign bis zur Animation im Browser. Der Begriff ist seit etwa 2015 ein beliebtes Etikett in Stellenanzeigen und Agenturprofilen.

Was es in der Praxis bedeutet, hängt vom Projekt ab. Für Websites und kleinere Anwendungen ist Full-Stack der Normalfall und keine Besonderheit: Wer eine Unternehmenswebsite mit CMS baut, kümmert sich zwangsläufig um beides. Bei großen Anwendungen mit eigenen Teams für Datenbank, Schnittstellen und Oberfläche ist „Full-Stack“ dagegen oft ein Euphemismus für „kann alles ein bisschen“. Für den Auftraggeber ist die nützlichere Frage nicht, ob jemand Full-Stack ist, sondern ob er vergleichbare Projekte gebaut hat und ob er Verantwortung für das Ganze übernimmt — statt Frontend und Backend an zwei Stellen zu beauftragen, die sich hinterher gegenseitig die Schuld geben.