Mobile First ist eine Arbeitsreihenfolge, keine Technik. Es bedeutet, anstatt mit dem Design einer Desktop-Seite zu beginnen und daraus eine Smartphone-Version zu generieren, werden Layout und Inhalte zuerst für den kleinsten Bildschirm entworfen und dann für größere Displays erweitert. Der Gedanke dahinter ist schlicht: Auf 375 Pixeln Breite ist kein Platz für Unwesentliches, also zwingt der Ansatz dazu, früh zu entscheiden, was auf einer Seite wirklich wichtig ist.

Für die meisten Unternehmenswebsites kommen heute mehr als die Hälfte der Besucher über das Smartphone, bei lokalen Dienstleistern und Gastronomie sogar deutlich mehr. Google bewertet seit 2019 ausschließlich die mobile Version einer Seite für das Ranking. Mobile First ist deshalb weniger eine Philosophie als der einzig vernünftige Ausgangspunkt — und in der Praxis vor allem ein Argument dafür, Inhalte zu kürzen, bevor man sie gestaltet.