Atomic Design ist eine Methode, um Benutzeroberflächen in Ebenen zu zerlegen: Atome (ein Button, ein Eingabefeld), Moleküle (Suchfeld plus Button), Organismen (die Kopfzeile mit Logo, Navigation und Suche), Templates und schließlich fertige Seiten. Die Chemie-Metapher stammt aus einem Buch von Brad Frost und hat sich vor allem als Vokabular durchgesetzt.

Der brauchbare Kern ist alt und unspektakulär: Baue kleine, wiederverwendbare Teile und setze Seiten daraus zusammen, statt jede Seite einzeln zu gestalten. Das machen sauber arbeitende Entwickler seit jeher. Ob man die Ebenen nun Atome und Moleküle nennt, ist Geschmackssache — und in der Praxis streiten Teams erstaunlich lang darüber, ob etwas ein Molekül oder schon ein Organismus ist. Die Methode ist nützlich als Denkhilfe, nicht als Dogma.