Informationsarchitektur ist die Ordnung der Inhalte einer Website: wie sie gruppiert werden, wie die Gruppen heißen und wie sie miteinander verbunden sind. Aus ihr ergeben sich Seitenstruktur, Navigation, Breadcrumb und Suche — sie beantwortet die Frage, wo etwas steht und woher ein Besucher das wissen soll.

Der Begriff hat ein eigenes Berufsbild und eine ganze Methodensammlung hervorgebracht, und bei einem Portal mit tausend Seiten ist beides berechtigt. Bei einer Website mit dreißig Seiten steckt die Arbeit in zwei unspektakulären Schritten: alle Inhalte auf eine Liste schreiben, und dann Menschen aus der Zielgruppe diese Punkte zu Gruppen sortieren und benennen lassen — ein Card Sorting, für das ein Stapel Karteikarten genügt. Das Ergebnis weicht regelmäßig vom Organigramm ab, und genau darin liegt der Erkenntnisgewinn: Besucher suchen nach ihrem Anliegen, nicht nach Ihrer Abteilungsstruktur.