Interaktionsdesign gestaltet, was passiert, nachdem jemand etwas getan hat: wie sich ein Menü öffnet, was ein Formular meldet, wenn die E-Mail-Adresse einen Tippfehler hat, woran man erkennt, dass eine Buchung angekommen ist. Es ist die Disziplin der Rückmeldungen und Zustände, nicht die des Aussehens im Ruhezustand.

Der Löwenanteil der Arbeit steckt in den Fällen, an die im Entwurf niemand denkt: das leere Suchergebnis, das dritte falsche Passwort, der abgebrochene Upload, die Wartezeit bei schlechter Verbindung. Ein Mockup zeigt den Idealfall; ob sich etwas bedienen lässt, entscheidet sich an den anderen. Die nützlichste Regel ist dabei alt und unstrittig: Jede Aktion braucht eine sichtbare Antwort, und zwar sofort — und eine Fehlermeldung gehört an die Stelle, an der der Fehler entstanden ist, nicht als roter Kasten an den Seitenanfang, wo man sie erst suchen muss.