Eine Persona ist eine erfundene, aber möglichst realistische Beispielperson, die einen typischen Nutzer vertritt: „Sabine, 47, Geschäftsführerin eines Handwerksbetriebs, sucht abends am Tablet nach einem Steuerberater, hat wenig Geduld mit Fachchinesisch.“ Das Werkzeug soll helfen, beim Gestalten an echte Menschen statt an „die Zielgruppe“ zu denken.

Das funktioniert — solange die Persona aus tatsächlichem Wissen über Kunden entsteht und nicht aus dem Wunschdenken eines Workshops. Personas mit Stockfoto, Lieblingsmarken und Lebensmotto, die in einer Agentur-Session an einem Nachmittag erfunden wurden, beschreiben meist die Wunschkunden des Auftraggebers oder die Vorurteile der Agentur. Nützlicher als drei ausgearbeitete Persona-Steckbriefe ist oft ein einziger Satz, der beschreibt, wer die Seite wirklich benutzt und in welcher Situation — und ein Gespräch mit zwei echten Kunden, das diesen Satz überprüft.