WCAG
WCAG steht für Web Content Accessibility Guidelines, die vom W3C herausgegebenen internationalen Richtlinien für barrierefreie Webinhalte.
WCAG steht für Web Content Accessibility Guidelines, die vom W3C herausgegebenen internationalen Richtlinien für barrierefreie Webinhalte. Sie definieren in aktuell 13 Richtlinien mit rund 80 prüfbaren Erfolgskriterien, was eine Website erfüllen muss, um für Menschen mit Behinderungen nutzbar zu sein — vom Alternativtext für Bilder über Tastaturbedienbarkeit bis zu Mindestkontrasten.
Die Kriterien sind in drei Stufen eingeteilt: A (Minimum), AA (Standard) und AAA (erweitert). Gesetzliche Vorgaben wie das deutsche BFSG und die zugrunde liegende EU-Norm EN 301 549 verlangen in der Regel die Stufe AA der Version 2.1. Wer eine Website beauftragt, die dem Gesetz genügen soll, sollte genau das ins Pflichtenheft schreiben: „WCAG 2.1, Konformitätsstufe AA“ — nicht „barrierefrei“, denn das ist keine prüfbare Anforderung. Die Richtlinien sind öffentlich, auf Deutsch verfügbar und deutlich lesbarer, als ihr Ruf vermuten lässt.