Die Conversion Rate ist der Anteil der Besucher, die auf einer Website das tun, was sie tun sollen — eine Anfrage senden, etwas kaufen, einen Termin buchen, sich zum Newsletter anmelden. 1.000 Besucher und 20 Anfragen ergeben zwei Prozent. Der Begriff stammt aus dem Online-Marketing und wird gern so verwendet, als sei er eine Naturkonstante, die man mit den richtigen Tricks von zwei auf vier Prozent „optimiert“.

Der nüchterne Kern: Die Conversion Rate ist die einzige Kennzahl, die wirklich zählt, denn Besucher, die nichts tun, bringen nichts — eine Seite mit 500 Besuchern und 10 Anfragen ist wertvoller als eine mit 5.000 und 8. Was sie beeinflusst, ist meist keine Frage von Button-Farben, sondern von Grundsätzlichem: Kommen die richtigen Besucher? Verstehen sie in Sekunden, was angeboten wird? Ist der nächste Schritt offensichtlich und einfach? Ein Kontaktformular mit zwölf Pflichtfeldern kostet mehr Anfragen als jede Optimierung zurückholt. Vor jeder „Conversion-Optimierung“ sollte jemand das Formular selbst ausfüllen.